Ein gewonnener Satz

Auch im dritten Spiel der NLB-Saison mussten die Volleyballer des VBC Wetzikon eine 3:1-Niederlage hinnehmen. Doch weil dieses Mal mit Zürich Unterland einer der Ligafavoriten auf der anderen Netzseite stand und weil die Wetziker eine klar verbesserte Leistung zeigten, konnten sie mit dem Resultat deutlich besser leben als nach den ersten zwei Begegnungen.

Schon zu Beginn waren die Rollen klar verteilt, die Unterländer waren nach dem Testspiel und dem bisherigem Saisonverlauf klare Favoriten und die Oberländer wollten alles versuchen um dagegen zu halten. Dies gelang im ersten Durchgang zwar immer mal wieder, am Ende gewannen die Unterländer den Satz jedoch deutlich. Doch die Wetziker hatten ihre Chance gewittert und gingen im zweiten Satz erstmals deutlich in Führung. In der kritischen Satzphase fiel dann Diagonalangreifer Nicolai Gautschi dann nach einem unglücklichen Zusammenprall für einige Zeit aus. Das Team kam ein bisschen aus dem Rhythmus, verlor die Führung und konnte sie trotz Gautschis Rückkehr kurz vor Satzende nicht mehr zurückgewinnen.

Doch die Wetziker gaben nicht auf und Trainer Felix Brändli nahm nochmal einige taktische Anpassungen vor, die schliesslich im dritten Satz fruchten sollten. Den Oberländern gelang es den gegnerischen Diagonalangreifer derart effektiv abzuwehren, dass er entnervt ausgewechselt wurde. In der Folge blieb es bis zum Stande von 22:22 eng, ehe Wetzikon dieses Mal das bessere Ende für sich hatte und einen verdienten Satzgewinn bejubeln durfte.

Der vierte Durchgang war dann wieder äussert ausgeglichen. Keines der Teams hatte deutlichen Führungen bis zum Stande von 20:20. Danach fielen einige knappe Entscheidungen zu ungunsten der Wetziker, die daher eine unglückliche Viersatzniederlage einstecken mussten, obwohl sie sich einen Punkt verdient hatten.

Insgesamt war die Wetziker Leistung sicherlich ermutigend für den restlichen Saisonverlauf. So war die Annahmeleistung wieder deutlich verbessert gegenüber der Vorwoche und auch in den Bereichen Aggressivität und Kampfgeist waren Entwicklungen sichtbar.