Gemischte Gefühle nach Doppelspieltag

Das Herren 1 des VBC Wetzikon (NLB) konnte am Samstag gegen Pallavolo Kreuzlingen dramatisch mit 3:2 gewinnen, musste allerdings am Sonntag gegen den STV St. Gallen eine herbe 0:3-Auswärtsniederlage einstecken. Damit ist die Punkteausbeute der bisherigen NLB-Saison nach drei Spielen eher mässig, doch die bisherigen Gegner waren auch relativ stark.

Im ersten Satz gegen Kreuzlingen lag Wetzikon lange zurück, ging dann aber im richtigen Moment mit einer Fünfpunkteserie mit 21:19 in Führung. Doch das sollte noch nicht die Entscheidung gewesen sein. Nach mehreren packenden Ballwechseln hatten die Gäste vom Bodensee den ersten Satzball. Die Wetziker wehrten zunächst den Satzball ab, gingen dann in Führung und nutzen direkt ihren ersten Satzball. Derart positiv ging es auch weiter bei Wetzikon. Den zweiten Satz bestimmten sie deutlich. Der eigene Spielaufbau war souverän und der gegnerische Angriff konnte immer wieder gestoppt werden. Folglich lautete das deutliche Ergebnis 25:14.

Vor dem dritten Satz stellte Kreuzlingen dann die eigene Aufstellung, auf unkonventionelle Art, deutlich um. „Mit der neuen Aufstellung hat Kreuzlingen dann besser geblockt und besser gespielt. Wir sind damit nicht zurecht gekommen“, analysierte Kapitän Max Gay nach dem Spiel. Folglich gewannen die Gäste ihrerseits zwei Sätze und es kam zum Tiebreak. „Im fünften Satz haben wir uns dann an die neue Aufstellung angepasst und hatten am Ende auch den nötigen Siegeswillen“, kommentierte der Wetziker Kapitän die Entscheidung. Damit war bereits im zweiten Saisonspiel der wichtige, erste Sieg gelungen.

Gegen St. Gallen gab es deutlich andere Vorzeichen. Nominell sind sie zwar ein Aufsteiger, aber aufgrund der starken Neuzugänge gehören sie zu den absoluten Favoriten auf den Sieg in der NLB-Ostgruppe. Vor dem Duell gegen die Oberländer hatten die Ostschweizer noch keinen Satz verloren und dies sollte sich auch am Sonntag nicht ändern. „Die gegnerischen Angreifer sind viel zu leicht durchgekommen. Da haben wir Schwächen im Block gezeigt“, begründete Jonas Devasia die deutliche Niederlage. „Dazu kam St. Gallens starke Verteidigungsleistung. Da haben sie viele Bälle geholt und nachher auch verwertet.“ Auch der Blick auf die Statistik zeigt, dass die Oberländer mit der Effizienz im eigenen Angriff grosse Probleme hatten. So konnten sie auch die zwischenzeitliche 13:10-Führung im ersten Satz nicht nutzen. In den folgenden zwei Sätzen gelang es Wetzikon dann nie mehr in Führung zu gehen und St. Gallen gewann souverän und verdient.

Im anstehenden Heimspiel gegen Volley Schönenwerd II müssen die Wetziker nun ihre Chance nutzen, um gegen einen vergleichbar eingeschätzten Gegner wichtige Punkte zu sammeln.