Wetzikon in Cup-Achtelfinale

Die Leistungstendenz ist weiter aufsteigend für die NLB-Volleyballer des VBC Wetzikon. Am Samstag durften ein gewonnener Satz und zwei knapp verlorene Sätze gegen den Ligaprimus Volero Zürich als kleiner Erfolg gewertet werden. Am Sonntag folgte mit dem Auswärtssieg gegen den VBC Einsiedeln dann der Einzug in den Achtelfinal des Mobiliar Volley Cups.

Gegen Volero waren die Wetziker von Beginn an motiviert, erwischten die Zürcher Favoriten zu Beginn kalt und gingen direkt mal mit 4:0 in Führung. Bis zum Stand von 18:18 blieb es eng, bis die Zürcher ihre individuelle Klasse ausspielten und den Satz verdient gewannen. Den zweiten Durchgang, den die Oberländer diese Saison noch nie haben gewinnen können, verloren sie auch gegen Volero. Für den dritten Satz wechselte Volero-Trainer Dirk Heynen dann zahlreiche Ergänzungsspieler ein. Die Wetziker witterten ihre Chance und gingen mehrfach in Führung. Als Volero zur Satzmitte immer noch mit drei Punkten im Rückstand war, wurden mehrere Stammspieler wieder eingewechselt. Doch diese Wechsel kamen aus Zürcher Sicht zu spät, denn Wetzikon gab die Führung nicht mehr ab und durfte den Satzgewinn feiern. Im vierten Satz starteten die Oberländer dann aber schwach, lagen mit 8:2 zurück und bekamen den gegnerischen Diagonalangreifer Michael Huser nicht in den Griff. Zwar zeigten die Wetziker Kampfgeist und kamen nochmal auf 23:21 heran, doch schliesslich siegte Volero verdient 3:1.

Am Sonntag reisten die Wetziker dann für die 5. Cup-Runde zum Erstligisten VBC Einsiedeln. Zusätzlich zur Belastung des Vortags musste das Team auf drei Spieler, unter ihnen Kapitän Max Gay, verzichten. Erneut starteten die Wetziker stark und setzten die Schwyzer am Anfang kräftig unter Druck, gingen in Führung und verteidigten diese bis zum Satzgewinn. Einsiedeln war alles andere als ein einfacher Gegner. Sie spielten stabil in der Annahme, variabel im Angriff und gut in Block und Verteidigung. Dazu wurden sie auch noch von einer starken Heimkulisse unterstützt. Nachdem die Wetziker den zweiten Satz erneut verloren, gingen sie nach dem gewonnen dritten Satz erneut in Führung. Der vierte Satz hätte somit bereits die Entscheidung bringen können. Doch die Wetziker kamen nach acht Sätzen in 24 Stunden an ihre Kraftreserven und konnten den Sack nicht zumachen. Als Einsiedeln dann auch noch im Tiebreak mit 8:5 führte, sah es nicht mehr so rosig aus für die Oberländer. Doch sie sammelten noch einmal all ihre Kräfte, drehten mit einer starken Willensleistung den Satz und gewannen das Spiel in extremis. Dank eines Freilos in der 6. Runde, stehen die Oberländer nun bereits im Achtelfinale, das am 13. Januar ausgespielt wird. Dort könnte je nach Auslosung auch ein NLA-Team auf sie warten.